Gastbeitrag Nicole Rauscher, LIM Bodensee-Oberschwaben: Losentscheid über das Schicksal von Unternehmen?

Das neue Bundesförderprogramm „Digital jetzt“ ist nahezu unerreichbar für Mittelständler und Kleinbetriebe, die sich digital aufstellen wollen und alle Hebel in Bewegung setzen, um ihre digitale Transformation voranzubringen. So das Fazit von Nicole Rauscher aus Lindau. Unsere LIM-Kreisvorsitzende „Bodensee-Oberschwaben“ und Unternehmensberaterin/Coach hat ihre Erfahrungen mit dem Programm in einem Gastbeitrag zusammengefasst. Wir publizieren ihn hier und laden Sie ein, uns Ihre Meinung zu schreiben:

Gewaltig gebeutelt werden die Unternehmen durch die Maßnahmen, die ergriffen werden, um der Corona-Pandemie zu entkommen. Einerseits schaut die Regierung auf die Infektionszahlen, andererseits läßt sie aber Millionen Unternehmen ins offene Messer laufen. Einerseits ist die Gesundheit von Menschen so wichtig, dass hier die gesamte Welt lahmgelegt wird, andererseits erkranken genau an diesem Zustand andere und ziehen noch nicht absehbare Spätfolgen nach sich. Aber das spielt keine Rolle. Kann das jemand verstehen?

Mittelstand – bald ein Fall für die Intensivstation

Firmen werden kaputt gemacht, Konzerne haben bereits die Entlassungen von Tausenden von Mitarbeitern angekündigt. Doch die stabile und zuverlässige Kraft war bislang immer der Mittelstand. Dem wird jetzt aber auch weiter und weiter die Luft abgedrückt (auf welche Intensivstation können diese Patienten dann eingeliefert werden?) und wenn es vielleicht doch mal wieder Sauerstoff geben könnte, lässt ihn der Staat am langen Arm regelrecht verhungern oder er nimmt ihn auf selbigen.

Warum bin ich so erbost? Nachdem im August bekannt wurde, dass es bald ein neues Bundesförderprogramm geben soll, wurden in vielen Online-Vorträgen und -Infoveranstaltungen unzählige Hoffnungen geweckt. Die Referenten erklärten den neuen Star am Förderhimmel, das Programm „Digital jetzt“, in den schillerndsten Farben. Kompatibel mit Programmen wie „go digital“ oder „unternehmensWert:Mensch plus“ sei es auch noch. Ja prima, da hat sich jemand wirklich mal was einfallen lassen, was tatsächlich weiterhelfen könnte. Aber eben nur KÖNNTE!

Nur eine Stunde Zeit für Registrierung

So weit die Theorie, doch die Praxis sah ganz anders aus: Das Programm „Digital jetzt“ ist unerreichbar! Am 7. September 2020 war Start. Zugegeben, zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht dabei, aber aus seriösen Quellen erfuhr ich, dass es genau 1 Stunde möglich war, sich für Antragseinreichungen registrieren zu lassen. Ich traute zuerst meinen Ohren nicht, weil ich es nicht für möglich hielt. Aber es sollte noch härter kommen.

…neuer Start und erneut Probleme bei der Antragstellung

Am 15. Oktober wurden die Pforten zum Förderprogramm nochmals geöffnet. Um 9 Uhr sollte die Freischaltung erfolgen für neue Registrierungen. Also war ich superpünktlich am PC und bereit, sofort mit meinen Eingaben anzufangen. Als ich um 9.04 Uhr meine fertige Datei hochladen wollte, erschien die Anzeige, dass es wegen einem TECHNISCHEN DEFEKT auf der Seite nicht möglich sei. Ich sollte es später nochmals probieren. Das war genau um 9.04 Uhr! Ich probierte es wieder und wieder und blieb hartnäckig dran, aber jedes Mal kam die gleiche Meldung. Doch gegen ca. 10.21 Uhr veränderte sich die Nachricht: „Das Kontingent für Neu-Registrierungen ist erschöpft. Es kann kein neuer Nutzer angelegt werden“.

Es war ernüchternd! Keinen Förderantrag konnte ich eingeben. Dafür erfuhr ich von Kollegen und Kolleginnen aus dem ganzen Bundesgebiet, dass es ihnen genau gleich ging. Im ersten Moment schießen Gedanken durch den Kopf, wie „das gibt’s doch nicht“, aber im zweiten Moment könnte man auch über eine gewisse Absicht, die dahinterstecken könnte, nachdenken.

Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums

In wenigen Tagen startet ein Zufallsverfahren

Inzwischen ist auf der Seite von „Digital jetzt“ folgender Text veröffentlicht: „…Die Registrierung wird am 1. Dezember 2020 wieder geöffnet und ist für alle Unternehmen dann fortwährend offen. Bereits bestehende Registrierungen behalten ihre Gültigkeit. Die monatlich verfügbaren Kontingente werden ab Januar 2021 auf Basis eines Zufallsverfahrens verlost. Die ausgelosten Registrierungen können einen Antrag vorbereiten und einreichen. Dieses Verfahren stellt maximale Transparenz und Chancengleichheit sicher. Weitere Informationen zum Losverfahren folgen in Kürze auf www.bmwi.de/digitaljetzt…“

Mittelstand wird herabgewürdigt

Da fehlen mir die Worte! Als sich die Gedanken langsam wieder ordneten, schossen mir Überlegungen in den Sinn wie ein „perfider Plan“, „Willkür“, „die eigene Haut retten wollen, indem etwas verkündet wird, was gar nicht funktionieren SOLL“, usw. Auf jeden Fall ist es in meinen Augen die totale Herabwürdigung des Mittelstands, denn dieses Bundesprogramm wird als „Investitionsförderung für KMU“ auf der Webseite beschrieben. Dazu ist dann noch eine Aussage von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu finden: „Wir fördern Investitionen in digitale Technologien und in digitales Knowhow.“ Aber der Mittelstand wird nicht gefördert, sondern noch viel mehr gedemütigt und teilweise damit sogar zum Tode verurteilt.

Unternehmer, schnapp das Würstchen!

Bei diesem Losverfahren drängt sich mir das Kinderspiel „Würstchen schnappen“ auf. Dabei werden an einer Schnur abgebundene Würstchen festgemacht und hochgespannt. Die Kinder müssen dann mit den Armen auf dem Rücken hochspringen und versuchen, etwas abzubeißen. Und manchmal wird die Schnur hochgezogen, damit keiner rankommt. Ich kenne diese Situation, wenn ich meinem Hund etwas Gutes tun will und ein Leckerle hinhalte. Das gebe ich ihm dann allerdings ohne ihm das vorher erst wieder wegzuziehen.

Was soll das, Herr Altmaier?

Das heißt, mit Tieren geht man freundlicher um als mit Menschen. Menschen, von denen der Staat bisher gut gelebt hat. Menschen, die mit ihrer Steuer all die Abgeordneten und Minister und Präsidenten zahlen, die nun solch vernichtende Maßnahmen dem Mittelstand anbieten. Dabei ist keine Spur von Anerkennung, Respekt, Achtsamkeit oder gar Wertschätzung zu erkennen. Deshalb frage ich: „Was soll das, Herr Altmaier?“

LIM-KONTAKT: Schreiben Sie uns von Ihren Erfahrungen als Mittelständler in Sachen Förderung. info@lim-bw.de

Autorin: Nicole Rauscher, www.nicole-rauscher.de

Copyright Fotos: LIM Ba-Wü

 

 

 

 

 

 

Zeitarbeit – Rettunganker oder moderner Sklavenhandel? LIM Bodensee-Oberschwaben mit Online-Diskussion

Corona hat die Diskussion um neue Arbeitsmodelle entfacht: Home-Office, mehr freie Mitarbeiter und Teilzeitmodelle, Plattform-Geschäfte, aber auch Zeitarbeit. Gerade mittelständische Unternehmen können von flexiblen Mitarbeitern auf Zeit profitieren. Der FDP-Kreisverband Lindau lädt in Kooperation mit dem LIM Bodensee-Oberschwaben deshalb am 7.12.2020 um 19 Uhr zu einer Online-Diskussion ein. Titel: „Zeitarbeit – Rettungsanker für die Wirtschaft oder moderner Sklavenhandel?“.

Personalvermittler für Ingenieure mit dabei

Dafür konnte der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer, MdB und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, als Teilnehmer gewonnen werden. Der zweite Experte ist der mehrfach preisgekrönte Unternehmer und als Top-Arbeitgeber gekürte Joachim Lang von der Ulmer consinion GmbH. Seine Personalvermittlung spezialisiert sich auf Ingenieure in technischen Berufen. Beide geben einen Ausblick auf die Zukunft der Arbeitswelt und stellen sich den Fragen des Publikums.

Zeitarbeit und Generation Z

Immer wieder wird die Zeitarbeit als „moderner Menschenhandel“ bezeichnet. Aber kann sie sich möglicherweise für die Zukunft zu einer attraktiven Arbeitsform entwickeln? Wie kann diese Arbeitsform den Wünschen der jungen Generation gerecht werden. Bietet diese Form z.B. gerade für die Generation Z, welche eher projektbezogen arbeiten möchte, eine Alternative zu einem Dauerarbeitsplatz? Wie wirkt sich der Wandel im Arbeitsumfeld zu mehr Flexibilität auf die Familienfreundlichkeit in Stadt- und Landkreis aus?

Was bedeutet Zeitarbeit für die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Ein Arbeitnehmer, welcher nur in Projekteinsätzen arbeitet, kann nicht oder nur schwer „sesshaft“ werden, eine Familie gründen, eine Immobile kaufen oder auch in seiner Heimatgemeinde ehrenamtlich tätig zu werden. Alle Fragen müssen betrachtet werden, wenn wir den Wandel in der Arbeitswelt hin zu mehr Flexibilität vollziehen. Ist dies für eine Gesellschaft sinnvoll, sich dort hinzubewegen? Oder sollte man die Zeitarbeit nur als Recruiting-Instrument einsetzen, um die Personalabteilungen gerade in den KMUs zu entlasten? Alle Fragen werden diskutiert.

Michael Theurer (FDP)

So nehmen Sie an der Online-Veranstaltung teil:

Über diesen Link am 7. Dezember um 19 Uhr anmelden und mitdiskutieren: https://us02web.zoom.us/j/84795689318

„Demokratie lebt vom Mitmachen! Deshalb machen Sie mit, beteiligen Sie sich an unserer Veranstaltung, stellen Sie Ihre Fragen und teilen Sie Ihre Meinung. Nur so kann etwas verändert werden“, sagt LIM-Kreisverbandsvorsitzende Nicole Rauscher. Sie hofft auf rege Beteiligung von LIM-BaWü-Mitgliedern und anderen Interessierten.

(Foto: Lindau am Bodensee, Copyright: Stadtmarketing Lindau)

Wasserstoff-Technologie sichert Arbeitsplätze und Wohlstand – Top-Experten im Landtag und ihre Visionen
Gerade noch mal Glück gehabt: Wenige Tage vor dem bundesweiten Lockdown organisierte die FDP im Stuttgarter Landtag eine ganz wichtige Diskussion im Rahmen der Reihe Foyer Liberal: „Wasserstoff – Mobilität mit Zukunft“. Zwar fand die Veranstaltung online statt, aber die Referenten kamen perönlich in den Landtag und trafen dort auf Mitglieder der Fraktion.

„Mit dem Einstieg und industriellen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft über die gesamte Bandbreite hinweg, die synthetische Kraftstoffe, die Brennstoffzelle sowie die direkte Nutzung in Motoren umfasst, kann Baden-Württemberg spitze bleiben. Wir haben hier die nötigen Forschungseinrichtungen und die innovativen Unternehmen, die es braucht, um diesen wichtigen Schritt in die Zukunft der Mobilität zu gehen. Eine einseitige Fokussierung auf batterieelektrische Antriebe führt hingegen in die Sackgasse. Wir brauchen eine echte Technologieoffenheit, die für jede Art der Nutzung, die passende Antworten gibt.“ Das sagten der Vorsitzende der Fraktion der FDP/DVP im Landtag von Baden-Württemberg Dr. Hans-Ulrich Rülke sowie der verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann im Nachgang zum online veranstalteten Foyer Liberal. Herausragende Experten wie Matthias Müller, Prof. Dr. Frithjof Staiß, Gregory Hancke sowie Dr.-Ing. Olaf Toedter diskutierten unter der Moderation von Jochen Haußmann.

Ex-Porsche-Chef für synthetische Kraftstoffe

Matthias Müller, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG und der Porsche AG, forderte eine ideologiefreie Herangehensweise ohne Verbote, bei der die Politik Wissenschaft und Wirtschaft für einen faktenbasierten Diskurs einbeziehen müsse. Nur mit der batterieelektrischen Elektromobilität allein seien auch im Hinblick auf den Fahrzeugbestand die Klimaziele nicht zu erreichen. Erst recht nicht, wenn diese wie heute überwiegend mit Kohlestrom geladen würden. Synthetische Kraftstoffe seien im Wege der Beimischung in industriellen Maßstab zu bringen. Er erinnerte daran, dass auf den PKW- Verkehr rund 20 Prozent der CO2-Emissionen entfielen und deshalb beim Thema Klimaschutz auch die anderen Sektoren einbezogen werden müssten.

Matthias Müller, früher Porsche- und VW-Chef

Brennstoffzellen-Hochburg Ba-Wü?

Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), bekräftigte, der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft böte für Baden-Württemberg Riesenchancen. Die Umstellung auf klimaneutrale Mobilität bis zum Jahr 2050 erfordere europaweit Investitionen in Billionenhöhe. Hier könne Baden-Württemberg die zentrale Rolle spielen. Es gebe einen Markt für Elektrolyseure im Volumen von 40 Mrd. Euro. Er fasste dies in der Frage zusammen: „Wer, wenn nicht wir?“ Wichtig seien die Bündelung der Kompetenzen und die Transferierung aus der Wissenschaft heraus in die Wirtschaft. Die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich der Brennstoffzellen könne in Baden-Württemberg abgebildet werden.

Infrastruktur für neue Antriebe genauso wichtig

Gregory Hancke, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Mosolf Gruppe, richtete den Fokus auf die praktische Anwendung in der Logistik. Mosolf selbst habe eigene Fahrzeuge sowohl mit Batterieantriebe, als auch mit der Nutzung von Wasserstoff gebaut. Zentral für die Wirtschaft seien verlässliche Rahmenbedingungen mit einem klaren regulatorischen Rahmen und die Verfügbarkeit der nötigen Tank-Infrastruktur. Wie gravierend sich Defizite bei der Verlässlichkeit auswirkten, verdeutlichte er am Beispiel der Erdgas-LKWs, bei denen eine Mautbefreiung versprochen wurde, die nun wieder hinfällig sei. Die EU lehne diese ab. Auch er sah für Wasserstoffanwendungen riesige Chancen.

Antriebsfrage und Mobilität muss global gedacht werden

Dr.-Ing. Olaf Toedter vom Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) am Karlsruher Institut für Technik (KIT) und Koordinator der Forschungsinitiative „refuels – Kraftstoffe neu denken“ stellt klar, dass regenerative Kraftstoffe – also refuels – entweder auf der Elektrolyse und damit der Gewinnung von Wasserstoff mit der Verbindung mit Kohlenstoffen beruhten oder advanced biofuels seien. Bei der Klimaschutzdebatte müsse immer auch der Fahrzeugbestand mit in die Betrachtung einbezogen werden. Hierbei seien synthetische Kraftstoffe, die die bestehenden Normen für Diesel und Super-Kraftstoffe erfüllten, unerlässlich. Die Diskussion um das Ende von Verbrennungsmotoren ohne Alternativen sei eine bodenlose Debatte. Man müsse global denken und selbstverständlich könne nicht der gesamte benötigte Wasserstoff im Inland erzeugt werden. Er erinnerte daran, dass aber auch heute schon mehr als 95 Prozent der flüssigen Energieträger importiert würden.

LIM-TIPP: Die Veranstaltung ist online abrufbar unter:  https://fdp-dvp-fraktion.de/im-fokus/zukunft-tanken-mit-wasserstoff/

(Quelle + Copyright Foto: FDP-Landtagsfraktion)

 

Neue Digitalisierungsprämie Plus gestartet – Landesprogramm speziell für Mittelständler ausgearbeitet

Im Oktober 2020 ist das neue Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau führt es in Kooperation mit der L-Bank durch. Damit wird die erfolgreiche „Digitalisierungsprämie“ passgenau weiterentwickelt. „Durch die Corona-Pandemie mussten viele Unternehmen ihre Prozesse in kürzester Zeit digitalisieren. Diesen Digitalisierungs- schub der letzten Monate wollen wir unbedingt nutzen. Es ist daher wichtig, dass die ‚Digitalisierungsprämie Plus‘ mit ihren noch attraktiveren Förderkonditionen schnell an den Start gehen kann“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

IT-Sicherheit, KI-Anwendungen oder ERP sind Förderzwecke

„Mit dem Programm wollen wir die Digitalisierung noch stärker in den breiten Mittelstand unseres Landes bringen. Um eine spürbare konjunkturelle Wirkung zu erzielen, fördern wir Projekte bei Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern“, so die Ministerin weiter. Förderfähig sind Digitalisierungsprojekte wie die Einführung additiver Fertigungsverfahren wie der 3D- Druck, die Integration von CRM- und ERP-Lösungen oder die Implementierung von IT-Sicherheitskonzepten, Big Data-Anwendungen und KI-Systemen.

Auch Trainings werden bezuschusst

Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojektes notwendigen Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können gefördert werden. Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 200.000 Euro werden mit einer finanziellen Förderung zwischen 5.000 Euro und 20.000 Euro unterstützt. Der konkrete Fördersatz hängt jeweils vom Kostenvolumen ab. Außerdem sollen die Unternehmen entsprechend ihrer eigenen Bedarfs- und Liquiditätssituation entscheiden können, ob sie einen Direktzuschuss oder ein Förderdarlehen der L- Bank mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen wollen.

Förderbeginn sofort

Förderanträge für die „Digitalisierungsprämie Plus“ können ab sofort gestellt werden. Anträge für die „Digitalisierungsprämie Plus“ in der Darlehensvariante können von den antragsberechtigten Unternehmen über ihre Hausbank bei der L- Bank eingereicht werden. Anträge für die Zuschussvariante können direkt bei der L-Bank gestellt werden. Förderbestimmungen und weitere  Infos sind hier zu finden:

www.l-bank.de/digiplus-darlehen

www.l-bank.de/digiplus-zuschuss

(Quelle: Wirtschaftsministerium Ba-Wü, Foto: KI-System am KIT,Karlsruhe)

ABGESAGT: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und Weintour: LIM Baden-Württemberg trifft sich am 24. Oktober 2020

WEGEN DER AKTUELLEN CORONA-LAGE WURDEN VERSAMMLUNG + RAHMENPROGRAMM AM 15.10.20 ABGESAGT!

Am Samstag, 24. Oktober 2020, findet in Stuttgart die Jahreshauptversammlung des Liberalen Mittelstands Baden-Württemberg statt. Tagungsort ist das Restaurant „Zur alten Ziegelei“ in Stuttgart-Münster (Burgholzstraße 45, 70376 Stutgart)  , Beginn ist um 10 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Rechenschaftsberichte, aber auch die Neuwahlen des Vorstands und der Besitzer. Desweiteren erfolgt ein Ausblick auf geplante Veranstaltungen und die Vorstellung der LIM-Mitglieder, die 2021 für die FDP als Lantags- oder Bundestagskandidaten antreten werden.

Gastredner mit Mittelstandskompetenz

Es ist Tradition, dass die LIM-Mitgliederversammlung immer einen Mehrwert bietet. Deswegen schauen am 24. Oktober 2020 Johannes Schmalzl und Marius Haubrich vorbei. Sie halten beide kurze Impulsreferate und stehen für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Schmalzl ist Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart. Haubrich ist Geschäftsführer des HBW-Handelsverbands Baden-Württemberg. Sie kennen die Probleme im Mittelstand und Handel aus ihrer täglichen Arbeit.

IHK-Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl

Entdecken Sie die Weinkultur in den Stuttgarter Neckarvororten

Nach der LIM-Versammlung lädt der Landesvorstand alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerne zu einem Rahmenprogramm ein. Diesmal geht es um die Weinkultur in Stuttgart. Was viele Menschen nicht wissen: Die Landeshauptstadt ist Wein-Stadt. Gerade die Lagen links und rechts des Neckars zwischen dem Versammlungsort Stuttgart-Münster und den Bezirken Hedelfingen und Obertürkheim wird von Weingärtnern bewirtschaftet. Über Weingeschichte in Stuttgart informiert das Weinbaumusem in Stuttgart-Uhlbach. Dort beginnt um 16 Uhr eine Führung inklusive Weinverkostung (Teilnahme kostenlos für LIM-Mitglieder).

Das renovierte Weinbaumuseum Stuttgart (Foto: S Marketing/Roland Halbe)

Ausklang bei Viertele und schwäbischen Köstlichkeiten

Anschließend hat der Landesvorstand im historischen Wirtshaus „Ochsen“ Tische reserviert. Hier findet der Ausklang des Tages statt – das Lokal ist bekannt für seine regionale Weinauswahl und hausgemachte, traditionelle schwäbische Gerichte. Essen + Getränke auf Selbstzahlerbasis (Anmeldung und Platzreservierung für den „Ochsen“ erforderlich). Bitte melden Sie sich bis Donnerstag, 15. Oktober, verbindlich an: r.stolarksi@lim-bw.de oder Telefon 0711 – 966 66 536.

Bundesvorstand tagt am 25.10.

Der LIM-Landesvorsitzende Dr. Thilo Scholpp freut sich, dass einen Tag später der Bundesvorstand zu einer Sitzung ins Ländle kommt. „Normalerweise, das heißt vor Corona, hatten wir die Bundesdelegiertenkonferenz für Herbst 2020 in Stuttgart terminiert. Sie fand nun außerordentlich einberufen bereits Ende Juni in Essen statt.“ Gerne hätte der LIM im Ländle die bundesweiten Mitglieder empfangen. Man freut sich nun aber, dass zumindest der LIM-Bundesvorstand als Tagungsort Stuttgart ausgewählt hat.

Stuttgart hat Weinberge und Weingärtner mit Tradition (Foto: S Marketing)

Grundsteuerreform in Ba-Wü: Handwerker plädieren für das Flächenmodell und Schutz von Betriebsgrundstücken

Die Landesregierung hat vor, die Grundsteuer künftig nach dem Bodenwertmodell zu erheben. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hingegen hat sich im Verbändeanhörungsverfahren für das Flächenmodell ausgesprochen. Der Grund: Die vom Handwerk favorisierte Variante schließt automatische Steuererhöhungen anhand von Schwankungen der Bodenrichtwerte aus.

„Dass das Land bei der Grundsteuer einen unbürokratischeren Weg gehen will und das Bundesmodell übernimmt, finden wir sehr gut“, lobt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold (siehe Foto). Wichtig sei ihm auch, dass keine strukturelle Erhöhung des Steueraufkommens vorgesehen sei. „Ob dies am Ende aber auch gelebt wird, ist Sache der Kommunen – Stichwort Hebesätze. Wir werden ein waches Auge haben und die Aufkommensneutralität gegebenenfalls lautstark einfordern.“

Planungssicherheit für die Betriebe wichtig

Allerdings sei das vom Land bevorzugte Bodenwertmodell nicht der Favorit des Handwerks: „Da für unsere Betriebe Planungssicherheit ein wichtiger Faktor ist, plädieren wir für das genauso einfache Flächenmodell. Es hängt nicht von schwankenden Bodenrichtwerten ab und schließt automatische Steuererhöhungen aus. In einem Gebiet im Stuttgarter Umland ist der fragliche Wert bei der letzten Neubewertung beispielsweise um 38 Prozent gestiegen“, erläutert Reichhold. Der Vorteil des Flächenmodells liege darin, dass eine Steuererhöhung einen Beschluss durch den Gesetzgeber oder Gemeinderat voraussetze.

Sollte das Land dennoch nicht vom Bodenwertmodell abrücken, sei der 30-prozentige Abschlag auf Ebene der Steuermesszahl für Gebäude, die überwiegend Wohnzwecken dienen, aus Sicht des Handwerks ungerecht. „So verständlich der Ansatz, Wohnen zu begünstigen, auch sein mag: Es geht nicht an, dass alle übrigen Grundstücke bei gleichem Bodenrichtwert stärker belastet werden. Unsere Betriebe entrichten bereits Gewerbesteuer – und die dient ebenfalls dazu, kommunale Infrastrukturen zu finanzieren“, argumentiert Reichhold.

Abgaben Gewerbefläche den Wohngebäuden gleichstellen

Das Handwerk fordert daher neben dem Abschlag für Wohngebäude einen gleich hohen Abschlag für Gewerbeflächen, gegebenenfalls begrenzt auf Betriebsgrundstücke für kleine und mittlere Unternehmen. Zumal es im Land nicht nur einen Mangel an Wohnraum, sondern auch an kleinen Gewerbeflächen gebe.

(Quelle: BWHT)

Neue nachhaltige Rennserie mit Wasserstoff-Autos soll den Motorsport beleben – und Werbung für die Wasserstofftechnologie machen

Mit 81 Jahren nochmal was reißen – das kann nur ein Mittelständler sein. Und Schwabe dazu. Hans Werner Aufrecht ist beides. Der Gründer von Mercedes AMG kümmert sich jetzt als Aufsichtsratschef beim Unternehmen HWA AG mit Sitz in Affalterbach (Landkreis Rems-Murr) um die Zukunft des Motorsports. Seine Vision und die der Partner von ADAC, Dekra und DMSB (Deutscher Motor Sport Bund): Ab dem Jahr 2023 soll mit der HYRAZE League die weltweit erste Automobil-Rennserie an den Start gehen, die auf umweltfreundlich produzierten Wasserstoff als Energieträger setzt.

Es entsteht eine nahezu emissionsfreie, sichere und zukunftsfähige Form des Motorsports, die zugleich Entertainment auf der Höhe der Zeit bietet. Die Rennen werden mit 800 PS starken Wasserstoff-Autos ausgetragen. Die Energie für den emissionsfreien Antrieb liefert grüner Wasserstoff, der in den beiden Brennstoffzellen der Rennfahrzeuge in Strom für die 4 Elektromotoren umgewandelt wird. Was uns als Liberaler Mittelstand freut: Das Projekt hat seine Heimat in Baden-Württemberg. Vor wenigen Tagen wurde es bei der Dekra in Stuttgart vorgestellt. Beteiligt sind außerdem die Schaeffler AG und der E-Sport-Verband WESA.

Fahrzeug fängt Bremsstaub ein, danach wird er entsorgt

Die HYRAZE League geht nicht nur beim Antriebskonzept neue Wege. Einzigartig im internationalen Rennsport wird auch das Bremssystem der allradgetriebenen Fahrzeuge. Denn jeglicher anfallende Bremsstaub entweicht nicht unkontrolliert in die Umwelt, sondern wird im Fahrzeug aufgefangen und im Nachhinein umweltneutral entsorgt. Spezielle, aus schnell nachwachsenden Rohstoffen entwickelte Reifen sorgen außerdem für eine Minimierung des Reifenabriebs. Zusammen mit einer strikt limitierten Anzahl von Reifen reduziert sich die Feinstaubbelastung wesentlich.

Prototyp des Wasserstoff-Rennwagens

Auch für die Rennfahrer hat die neue Technologie einen bedeutenden Vorteil: Durch das auf Sprintrennen optimierte Energiekonzept können sie die volle Performance des Fahrzeugs über die gesamte Renndistanz nutzen. Durch die Möglichkeit, die beiden Tanks während eines Rennens schnell zu befüllen – ein grundlegender Vorteil, den die Wasserstofftechnologie gegenüber rein batterieelektrischen Fahrzeugen bietet – könnten die Rennen jederzeit auf Langstreckendistanzen erweitert werden.

Gleiches Material für alle Teams

Die Karosserieteile werden aus einem Naturfaser-Verbundwerkstoff hergestellt und können von den Teams frei nach ihren Vorstellungen gestaltet werden. Damit ist sichergestellt, dass jeder seine individuelle Designsprache und Karosserieform wählt. Klare Regeln im Bereich der Aerodynamik sorgen dafür, dass trotz freier Karosseriegestaltung kein kostenintensiver Aerodynamik-Wettbewerb entsteht. Unter der Außenhaut basiert die Technik der ersten Fahrzeuggeneration im Wesentlichen auf Einheitsbauteilen, die von den an dem Projekt beteiligten Technologiepartnern entwickelt werden. Der ganzheitliche Ansatz sorgt dafür, dass mit der HYRAZE League eine umweltfreundliche und technologietreibende Form des Motorsports entsteht.

Neuer Ansatz: Team aus realem Fahrer und E-Sport-Fahrer

Mit einer neuartigen Verknüpfung von E-Sport und realem Motorsport geht die HYRAZE League außerdem neue Wege, um nicht nur die Fans an der Strecke, sondern auch die digitalaffine Zielgruppe anzusprechen und zu begeistern. Die Teams haben für jedes Auto zwei Fahrer – einen für die realen Wertungsläufe und einen, der an den gleichfalls zur Meisterschaft zählenden E-Sport-Events teilnimmt. Die Ergebnisse beider Rennen fließen zu gleichen Teilen in die Meisterschaftswertung ein, sodass am Ende ein Team als Gesamtsieger beider Disziplinen gekürt wird – ein absolutes Novum im Motorsport. Die WESA (World eSports Association) gestaltet als Serienpartner die Entwicklung der Rahmenbedingungen im virtuellen Umfeld maßgeblich mit, um die HYRAZE League Sim Wettbewerbe auf absolutes E-Sport top Niveau zu heben. Regelwerke, Schiedsgerichtsbarkeit und die faire Einbindung von Teams und Gamern sind die WESA Kernkompetenzen in der Welt der elektronischen Spiele.

Er lebt noch: schwäbischer Ingenieurgeist

Das Gesamtkonzept und wesentliche Komponenten des Fahrzeugs entwickeln die Engineering-Experten der HWA AG. Teil dieses Konzepts ist ein bewusster Verzicht auf aerodynamischen Abtrieb, was zur Freude der Fans Überholmanöver erleichtern wird und Action auf der Strecke garantiert. Der fehlende Anpressdruck sorgt für einen längeren Bremsweg, was neben dem sportlichen Aspekt vor allem einer optimierten Energie-Rückgewinnung durch Rekuperation zugutekommt. Die während des Bremsvorgangs gesammelte Energie wird kurzfristig in kompakten Hochleistungs-Batteriezellen gespeichert.

Firmensitz von HWA in Affalterbach bei

Die HWA AG ist ein 360°-Engineering-Experte in den Bereichen Automobilrennsport und Hochleistungsfahrzeuge. Das 1998 von Hans Werner Aufrecht gegründete Unternehmen bietet ein Leistungsportfolio von der Konstruktion sämtlicher Fahrzeugkomponenten bis hin zur Fertigung von Gesamtfahrzeugen in Verbindung mit den entsprechenden Logistik-, Aftersales- und Support-Dienstleistungen.

Schaeffler: Steer-by-Wire-System und Torque Vectorin

Der weltweit führende Automobilzulieferer Schaeffler ist bei diesem Projekt als Innovations- und Technologiepartner für Komponenten wie Elektromotoren und Lenkung federführend beteiligt. Das im Fahrzeug implementierte Steer-by-Wire-System übernimmt die Steuerung  der Lenkung, durch rein elektronische Impulse. Die mechanische Verbindung über die  Lenksäule kann damit vollständig entfallen – ein Vorteil insbesondere auch für autonom agierende Fahrzeuge. Vernetzt über intelligente Steuerungssysteme werden Fahrdynamikfunktionen, wie z.B. Torque Vectoring, möglich.

Die HYRAZE League liefert durch den Einsatz von modernster Technik in allen Bereichen wichtige Impulse für den Technologietransfer und ist so die optimale Entwicklungsplattform für die Mobilität der Zukunft. Außerdem ist sie ein Zeichen für den Automobilstandort Baden-Württemberg und den Erfindergeist rund um neue Antriebsvarianten.

Ein Präsentationsvideo über HYRAZE gibt es bei YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=zuNfbna8Imo

(Copyright Fotos: PR/HWA AG)

 

LIM-Veranstaltung am 30. September 2020 in Reutlingen: Mobilität der Zukunft – Batterieelektrisch und/oder Wasserstoff betrieben?

Je nachdem, wie die Mobilität in den nächsten Jahren aufgestellt sein wird, hat dies positive oder negative Folgen für den Automobilstandort Baden-Württemberg. Und für mittelständische Zulieferbetriebe und Dienstleister, für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Wir legen allen Interessierten deshalb eine Podiumsdiskussion inklusive Online-Live-Stream ans Herz: „Mobilität der Zukunft – Batterieelektrisch und/oder Wassserstoff betrieben?“ am 30. September 2020 um 18 Uhr in der Stadthalle Reutlingen (ACHTUNG: geänderter Ort!)

Mitveranstalter ist der LIM-Kreisverband Reutlingen/Zollernalb, Initiator die Reinhold-Maier-Stiftung.

Um was wird es gehen?

Neue Formen der Mobilität werden gravierende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, unsere Städte und unseren Alltag haben. Auch die vielfältigen Anforderungen an modernen Autos steigen. Mit dem Automobil der Zukunft müssen die Straßen sauberer werden. Eine einseitige Strategie ist hier ist ein Irrweg, vielmehr sollte technologieoffen gedacht werden.

Bei der LIM-Veranstaltung beleuchten renommierte Experten die Formen und Einsatzmöglichkeiten des Automobils der Zukunft. Wo liegen Chancen und Risiken? Wo sollte die Politik und Wirtschaft regulative und technische Rahmenbedingung vielleicht neu definieren? Wie kann eine umweltfreundliche Mobilität in Zukunft aussehen? Welche Antriebstechnologie wird sich vor allem durchsetzen können?

Wer diskutiert mit?

Den Organisatoren um Markus Gratz und Enrico Löhnhart vom LIM-Kreisverband Reutlingen/Zollernalb ist es gelungen, Top-Referenten zu verpflichten. Moderiert wird der Fachtalk von Verena Neuhausen (SWR):

• Dr. Hans-Ulrich Rülke (FOTO): FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag und Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im März 2021. Seit zwei Jahren ist er auch Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktionen im Bundespräsidium

• Björn Noack: Director bei Robert Bosch GmbH. Er ist der zentraler Koordinator für nachhaltige Mobilität im Geschäftsbereich Powertrain Solutions

• Dr. Wolfgang Fischer: Prokurist bei E-Mobil BW. Die landeseigene Innovationsagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive vernetzt Wissenschaft und Wirtschaft im Lande

Dr. Stefan Dwenger: Director Product Engineering Fuel Cell System beim Automobilzulieferer ElringKlinger AG in Dettingen/Erms

Das Abschlusswort hält der LIM-Landesvorsitzende Dr. Thilo Scholpp. Er tritt als Landtagskandidat im Wahlkreis Stuttgart IV für die FDP an. Wirtschaft und Sicherung des Automobilstandortes Region Stuttgart bilden zwei Kernthemen seines Wahlkampfes.

Für das Grußwort konnten die Veranstalter Rudi Fischer, MdL/Wahlkreis Hechingen-Münsingen gewinnen.

Wo findet die LIM-Veranstaltung statt?

Stadthalle Reutlingen, Otto-Kalbfell-Platz 8, 72764 Reutlingen

30. September 2020 um 18 Uhr.

Sowie Livestream auf dem Facebook-Kanal:  www.facebook.com/lim.bawue

(Copyright Fotos: PR)

 

KI-Innovationswettbewerb: KMU bis 500 Mitarbeiter können bis zu 75.000 Euro beantragen

Bis zum 2. bzw. 14. Oktober 2020 können sich KMU im Land für den „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg“ bewerben. Es gibt zwei Möglichkeiten: Eine Firma entwickelt eigenständig oder beteiligt sich an einem Verbundforschungsprojekt.

KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg für einzelbetriebliche Vorhaben

Diese Förderung „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg für einzelbetriebliche Vorhaben: Entwicklung Künstlicher Intelligenz für neue Produkte und Dienstleistungen“ richtet sich an Unternehmen mit weniger als 500 Angestellten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 100 Millionen Euro. Es werden Vorhaben gefördert, die die durch eine innovative Entwicklung von KI die Marktreife von neuen bzw. erheblich verbesserten Produkten und Dienstleistungen beschleunigen. Voraussetzung zur Förderung ist neben der Beschäftigtenzahl und dem Umsatz auch der Sitz bzw. die Niederlassung des antragstellenden Unternehmens, der in Baden-Württemberg liegen muss.

An dem Vorhaben darf nur ein Unternehmen beteiligt sein, Verbundprojekte sind nicht förderfähig. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten des Vorhabens, für KMU gilt ein höherer Fördersatz: Bei kleinen Unternehmen beträgt die Fördersumme bis zu 45 Prozent, bei mittleren Unternehmen bis zu 35 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Anträge für diesen Förderaufruf können noch bis zum 2. Oktober gestellt werden.

KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg für Verbundforschungsprojekte:

Der „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg für Verbundforschungsprojekte“ steht unter dem Motto „Wissens- und Technologietransfer stärken“ und fördert Konsortien, die aus mindestens zwei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Baden-Württemberg sowie mindestens einer Forschungseinrichtung bestehen. Das maximale Fördervolumen beträgt 300.000 Euro pro Projekt, der Höchstsatz der Förderung pro KMU liegt bei 75.000 Euro. Konsortien können sich noch bis zum 14. Oktober bewerben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Copyright Foto: Simon Raffeiner/SCC. Motiv: Neuer Hochleistungsserver für KI-Awendungen am KIT Karlsruhe: Bei den Computersystemen vom Typ DGX A100 handelt es sich um einen Server mit jeweils acht NVIDIA A100 Tensor Core GPUs. Gemeinsam erbringen die acht Beschleuniger eine Rechenleistung von 5 AI-PetaFLOP/s)

 

Breuninger unterstützt ein Start-up für digitale Bildbearbeitung in Stuttgart. Neue Strategie für das Handelshaus

Der Handel steckt in einer großen Krise. Neue Ideen sind gefragt – oder neue Geschäftsfelder und Kooperationen. Das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen Breuninger geht mit gutem Beispiel voran und investiert in das Stuttgarter Startup autoRetouch. Das Produkt unterstützt derzeit die Automatisierung sich wiederholender, jedoch äußerst wichtiger Bildbearbeitungsschritte wie Hintergrundentfernung und Hautretusche. Durch die Automatisierung dieser Aufgaben können Benutzer die durchschnittliche Bearbeitungszeit sowie Verarbeitungskosten deutlich senken.

KI-gestützte Massenverarbeitung von Bildern

Die Services von autoRetouch können mit maximal 10 Bildern kostenlos getestet werden. Weitere Bilder können flexibel auf Pay-as-you-go Basis verarbeitet werden. Basierend auf einem KI-System bietet das Unternehmen derzeit eine Software as a Service (SaaS)-Plattform für die automatisierte Massenverarbeitung von Modeproduktbildern an. An der Erweiterung der Plattform um die automatisierte Massenverarbeitung auch für weitere Produktbildkategorien zu ermöglichen (z.B. Elektronikartikel) wird bereits gearbeitet.

Premiere für Breuninger

Seit Bestehen setzt sich Breuninger für einen attraktiven Handel ein und treibt stetig Neuerungen und Modernisierungen voran. Nun hat das Unternehmen erstmalig in ein Startup investiert. Damit unterstützt Breuninger das Gründerteam bei der Weiterentwicklung und Verbreitung einer effizienten Technologiesoftware mit globaler Relevanz für den E-Commerce.

„Mit der Entscheidung, autoRetouch als eigenständiges Unternehmen auszugründen und uns wirtschaftlich an einem Technologie-Startup zu beteiligen, entwickeln wir Breuninger weiter und erschließen neue Themenfelder. Gerade für uns als Multichannel-Retailer sind zukunftsweisende Neuerungen im Bereich E-Commerce essentiell. Diesen Innovationsprozess möchten wir durch unser Engagement bei autoRetouch nachhaltig vorantreiben“, so Breuninger-CEO Holger Blecker.

Idee aus der Data Sciene Abteilung des Unternehmens

autoRetouch ist im Zuge einer Projektarbeit der Data Science Abteilung von Breuninger entstanden. Bei der Bewertung der Projektergebnisse wurde deutlich, dass die automatisierte Bildverarbeitung von Modeproduktbildern ein universelles Wertversprechen hinsichtlich Bearbeitungszeit und Kostensenkung für Unternehmen im E-Commerce Bereich darstellt.

Um dieses enorme Marktpotential optimal zu nutzen, wurde autoRetouch im Januar 2020 als eigenständige GmbH ausgegründet. Heute wird die weltweit erste automatisierte Bildverarbeitungsplattform bereits von zahlreichen Kunden genutzt. autoRetouch beschäftigt mittlerweile 14 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Stuttgart.

Mehr Infos: autoretouch.com

(Copyright Foto: PR/Breuninger)