In Baden-Württemberg hoher Jobabbau – ifo Institut mit aktuellen Zahlen für den Corona-April

Es war zu erwarten: Corona kostet Arbeitsplätze in Deutschland. Jetzt und in Zukunft.  Besonders traurig: Im Bundesvergleich streichen in Baden-Württemberg die meisten Firmen Jobs (22%), gefolgt von Bayern (20%).  Das liegt vor allem an der mittelständischen Zuliefererstruktur in aktuell sensiblen Branchen wie Automobil und Maschinenbau sowie im kompletten Lock-down von Hotellerie und Gastronomie.

Was hat das ifo Institut in München ermittelt? Beschäftigte zu entlassen oder befristete Verträge nicht zu verlängern, beschlossen im April bereits 58 Prozent der Betriebe in der Gastronomie, 50 Prozent in Hotels und 43 Prozent der Reisebüros. Das ergibt sich aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts. In der Autobranche sind es 39 Prozent der Betriebe. „Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch“, sagt dazu der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.

Personalvermittler ebenfalls stark betroffen

Auch in anderen Branchen werden überdurchschnittlich viele Kündigungen ausgesprochen: Dies tun 57 Prozent der Unternehmen, die andere Arbeitskräfte vermitteln, 48 Prozent der Hersteller von Leder, Lederwaren und Schuhen, 30 Prozent der Druckereien und 29 Prozent der Hersteller von Metallerzeugnissen. Im Schnitt haben 18 Prozent der Betriebe in Deutschland Arbeitsplätze gestrichen.

Pharmabranche mit 0 Prozent

Weniger stark von Kündigungen bedroht sind Beschäftigte in Rechtsanwalts-, Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkanzleien mit 5 Prozent, Beschäftigte im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 2 Prozent, auf dem Bau mit 3 Prozent sowie in der chemischen Industrie mit 5 Prozent und in der pharmazeutischen Industrie mit null Prozent.