Corona-Krise: Erste Sofortmaßnahmen von Bund und Ländern für den Mittelstand

Nicht nur die Global Player bekommen erhebliche Probleme durch den „Super-Vorfall Corona“, sondern auch der deutsche Mittelstand und viele Selbstständige. Jeden Tag gibt es neue Lagebilder und neue Ideen, wie Staat und EU den Stützen der Wirtschaft helfen kann. Erste Sofortmaßnahmen wurden im Bundeskabinett und mit Zusimmung der Länder beschlossen. Folgende Programm stehen dem Mittelstand in Baden-Württemberg zur Verfügung:

Steuerentlastungen

Die Finanzbehörden bieten an, jeweils auf schriftlichen Antrag:

• Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen Einkommensteuer/Körperschaftsteuer

• Stundung fälliger Steuerzahlungen

• Säumniszuschläge werden erlassen

• Bis auf weiteres keine Vollstreckungsmaßnahmen

• Erstattung von Sozialbeiträgen für ausgefallene Arbeitsstunden werden voll rückerstattet (bislang galt 50%-Regelung

Um die Hilfsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, müssen Sie selbst proaktiv Ihr Finanzamt ansprechen.

 

Neue Kurzarbeit-Regelung

Bislang gab es Kurzarbeitergeld nur, wenn ein Drittel der Mitarbeiter einer Firma nichts mehr zu hatte. Jetzt reichen 10 Prozent, um den staatlichen Zuschuss zu erhalten.

Weitere Informationen:

https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

 

Kredite für Unternehmer

Die KfW bereitet auch für KMU ein Sonderprogramm vor. Dafür werden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert. Sie betragen bei Betriebsmitteln bis zu 80 %, bei Investitionen sogar bis zu 90 %. Diese sollen auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten.

Überdies plant die KfW für Unternehmen Hilfen als Konsortialführer mit anderen Instituten. Der Start der Sonderprogramme unterliegt dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Europäische Kommission.

Weitere Informationen:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe- Unternehmen.html

 

(Stand 17. März 2020/ Änderungen und Ergänzungen vorbehalten, Quelle: BMWI, Berlin)

Quo Vadis Handwerk 2020 – Foyer Liberal Veranstaltung am 25. März 2020 im Landtag

Die nächste Foyer Liberal Veranstaltung der FDP-Landtagsfraktion widmet sich einem „Dauerbrenner“ im Mittelstand: „Quo Vadis Handwerk 2020 – eine Bestandsaufnahme“. Beginn ist um 18.30 Uhr in Landtag von Baden-Württemberg. Eine Anmeldung für die kostenfreie Veranstaltung ist jedoch erforderlich: telefonisch unter 0711 – 2063 9112 oder digital über die Webseite www.fdp-dvp.de. Worum geht es? Fast 750.000 Beschäftigte in rund 133.000 Betrieben stehen für das Handwerk im Lande. Jedes Jahr beginnen viele junge Frauen und Männer eine Ausbildung in einem der vielen Lehrberufe mit Zukunft.

Wie kann das Handwerk zukunftsfit gemacht werden?

Doch das Handwerk plagen Sorgen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Bürokratisierung, zu wenig Wertschätzung und Förderung der beruflichen Ausbildung und Fortbildung. Zwar hat die Landesregierung eine „Strategieoffensive Handwerk 2025“ gestartet, aber aus liberaler Sicht und Sicht der Betroffenen liegen Anspruch und konkretes Handeln noch weit auseinander. Mit Experten aus dem Handwerk und den Gästen will die FDP-Fraktion an diesem Abend aufarbeiten, wo die dringstenden Probleme sind und was den Betrieben wirklich helfen würde.

Impulsvortrag vom Handwerkstag-Präsidenten

Geplant ist eine Begrüßung durch MdL Jochen Haußmann, ein Impulsvortrag durch Rainer Reichhold (Präsident des Baden-Württem. Handwerkstages), anschließend eine Podiumsdiskussion mit Reichhold sowie Andrea Bosch (Geschäftsführerin Abt. Beruf und Qualifikation der IHK Region Stuttgart), Renate Granacher-Buroh (Referatsleitung Gewerbliche Schulen des Berufschullehrerverbandes) und Prof. Dr. Erik Schweickert. Er ist FDP-Abgeordneter im Landtag, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und der handwerkspolitische Sprecher der FDP-Fraktion.

Wie immer können Besucher fragen stellen und anschließend gemeinsam bei einem Glas Wein das Thema vertiefen.

(Foto: Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württem. Handwerkstages)