Cyber-Sicherheit für mein Unternehmen: Was ist jetzt wichtig? Online-Infoabend mit BSI-Experte Manuel Bach

Die Firma Marabu in Tamm (Landkreis Ludwigsburg) war vor einem Jahre im Ausnahmezustand. Hacker/Erpresser kaperten das IT-System von dem Mittelständler. „Innerhalb von sechs Stunden waren alle Serversysteme unbrauchbar und verschlüsselt,“ erinnert sich Geschäftsführer Stefan Würtemberger. Erst vier Monate später lief  bei dem Druckfarbenhersteller wieder alles rund.

Ransomware: Ganze Firma arbeitsunfähig

Eine ähnliche Erfahrung machte Pilz in Ostfildern (Landkreis Esslingen) ein paar Wochen zuvor. Über einen Ransomware-Angriff gelang es Hackern den Zentralserver lahmzulegen und alle Daten zu verschlüsseln. Dadurch wurde der international tätige Betrieb für Sicherheits- und Steuerungstechnik weitestgehend arbeitsunfähig.

Beide Unternehmen haben in der Zwischenzeit neue Cyber-Sicherheitsysteme installiert und Vorsorgemaßnahmen getroffen. Doch in vielen kleinen und mittelständischen Firmen bestehen nach Einschätzung von Experten erhebliche Sicherheitslücken. Sogar in Branchen, die besonders sensibel sind, weil sie mit großen Kundendaten arbeiten oder in Zukunftsthemen wie Gesundheit, Biotechnologie, KI, IT-Netzwerke oder Autonomes Fahren tätig sind.

Der Liberale Mittelstand Baden-Württemberg lädt deshalb Interessierte zu einer Online-Veranstaltung ein.

Termin: Donnerstag, 10. Dezember 2020, ab 18 Uhr

Gemeinsam mit dem Liberalen Mittelstand Hessen und dessen Landesvorsitzenden Christopher Martin konnten wir einen Profi als Referenten gewinnnen: Manuel Bach vom staatlichen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Experte vom BSI im Live-Talk

Das BSI berät öffentliche Einrichtungen, Ministerien, aber auch Unternehmen in allen Fragen der Cybersicherheit und digitalen Industriespionage. Manuel Bach ist seit vielen Jahren in der IT-Sicherheit tätig und hat für verschiedene Startups in Deutschland, den USA und der Schweiz gearbeitet. Seit 2011 beschäftigt er sich für das BSI mit dem Thema Cybersicherheit. Er leitete unter anderem das Nationale Cyber-Abwehrzentrum. Aktuell baut er das neue Referat „Cyber-Sicherheit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ auf.

BSI-Experte Manuel Bach

Nutzen Sie als Mittelständler dieses Expertenforum am 10. Dezember! Diskutieren Sie mit uns und Manuel Bach über das Thema IT-Sicherheit im betrieblichen Alltag. Es geht um ganz zentrale Fragen, die Sie und Ihr Unternehmen weiterbringen:

• Wie schütze ich mich und meine Firma vor Cyber-Angriffen?

• Wie verhalte ich mich als Betroffener?

• Was kann ich generell unternehmen, um meine Daten zu schützen?

• Wie erging es Mittelstandsfirmen, die gehackt wurden? Wie sind sie durch diesen IT-GAU gekommen?

Kostenloser Service für LIM-Mitglieder und andere Mittelständer

„Diese Online-Veranstaltung vom LIM Hessen und Baden-Württemberg ist eine maßgeschneiderte Service-Leistung für unsere Mitglieder aus dem Mittelstand. Neben der politschen Arbeit und Interessenvertretung von Unternehmen gegenüber Parlamenten bietet der Liberale Mittelstand stets auch Mehrwert und echte Hilfen für die unternehmerische Praxis“, sagt Landesvorsitzender Dr. Thilo Scholpp. Er hofft auf eine rege Beteiligung am 10. Dezember.

So melden Sie sich an:

Schreiben Sie bitte einfach eine E-Mail mit Ihrem Namen an: christopher.martin@lm-hessen.de

Wir senden Ihnen kurz vor der Online-Veranstaltung Ihre Zugangsdaten.

(LIM BaWÜ/Copyright Fotos: Archiv + Antje Delater/pixelio.de)

 

 

 

 

 

 

Zeitarbeit – Rettunganker oder moderner Sklavenhandel? LIM Bodensee-Oberschwaben mit Online-Diskussion

Corona hat die Diskussion um neue Arbeitsmodelle entfacht: Home-Office, mehr freie Mitarbeiter und Teilzeitmodelle, Plattform-Geschäfte, aber auch Zeitarbeit. Gerade mittelständische Unternehmen können von flexiblen Mitarbeitern auf Zeit profitieren. Der FDP-Kreisverband Lindau lädt in Kooperation mit dem LIM Bodensee-Oberschwaben deshalb am 7.12.2020 um 19 Uhr zu einer Online-Diskussion ein. Titel: „Zeitarbeit – Rettungsanker für die Wirtschaft oder moderner Sklavenhandel?“.

Personalvermittler für Ingenieure mit dabei

Dafür konnte der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer, MdB und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, als Teilnehmer gewonnen werden. Der zweite Experte ist der mehrfach preisgekrönte Unternehmer und als Top-Arbeitgeber gekürte Joachim Lang von der Ulmer consinion GmbH. Seine Personalvermittlung spezialisiert sich auf Ingenieure in technischen Berufen. Beide geben einen Ausblick auf die Zukunft der Arbeitswelt und stellen sich den Fragen des Publikums.

Zeitarbeit und Generation Z

Immer wieder wird die Zeitarbeit als „moderner Menschenhandel“ bezeichnet. Aber kann sie sich möglicherweise für die Zukunft zu einer attraktiven Arbeitsform entwickeln? Wie kann diese Arbeitsform den Wünschen der jungen Generation gerecht werden. Bietet diese Form z.B. gerade für die Generation Z, welche eher projektbezogen arbeiten möchte, eine Alternative zu einem Dauerarbeitsplatz? Wie wirkt sich der Wandel im Arbeitsumfeld zu mehr Flexibilität auf die Familienfreundlichkeit in Stadt- und Landkreis aus?

Was bedeutet Zeitarbeit für die Gesellschaft und das Zusammenleben?

Ein Arbeitnehmer, welcher nur in Projekteinsätzen arbeitet, kann nicht oder nur schwer „sesshaft“ werden, eine Familie gründen, eine Immobile kaufen oder auch in seiner Heimatgemeinde ehrenamtlich tätig zu werden. Alle Fragen müssen betrachtet werden, wenn wir den Wandel in der Arbeitswelt hin zu mehr Flexibilität vollziehen. Ist dies für eine Gesellschaft sinnvoll, sich dort hinzubewegen? Oder sollte man die Zeitarbeit nur als Recruiting-Instrument einsetzen, um die Personalabteilungen gerade in den KMUs zu entlasten? Alle Fragen werden diskutiert.

Michael Theurer (FDP)

So nehmen Sie an der Online-Veranstaltung teil:

Über diesen Link am 7. Dezember um 19 Uhr anmelden und mitdiskutieren: https://us02web.zoom.us/j/84795689318

„Demokratie lebt vom Mitmachen! Deshalb machen Sie mit, beteiligen Sie sich an unserer Veranstaltung, stellen Sie Ihre Fragen und teilen Sie Ihre Meinung. Nur so kann etwas verändert werden“, sagt LIM-Kreisverbandsvorsitzende Nicole Rauscher. Sie hofft auf rege Beteiligung von LIM-BaWü-Mitgliedern und anderen Interessierten.

(Foto: Lindau am Bodensee, Copyright: Stadtmarketing Lindau)