Breuninger unterstützt ein Start-up für digitale Bildbearbeitung in Stuttgart. Neue Strategie für das Handelshaus

Der Handel steckt in einer großen Krise. Neue Ideen sind gefragt – oder neue Geschäftsfelder und Kooperationen. Das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen Breuninger geht mit gutem Beispiel voran und investiert in das Stuttgarter Startup autoRetouch. Das Produkt unterstützt derzeit die Automatisierung sich wiederholender, jedoch äußerst wichtiger Bildbearbeitungsschritte wie Hintergrundentfernung und Hautretusche. Durch die Automatisierung dieser Aufgaben können Benutzer die durchschnittliche Bearbeitungszeit sowie Verarbeitungskosten deutlich senken.

KI-gestützte Massenverarbeitung von Bildern

Die Services von autoRetouch können mit maximal 10 Bildern kostenlos getestet werden. Weitere Bilder können flexibel auf Pay-as-you-go Basis verarbeitet werden. Basierend auf einem KI-System bietet das Unternehmen derzeit eine Software as a Service (SaaS)-Plattform für die automatisierte Massenverarbeitung von Modeproduktbildern an. An der Erweiterung der Plattform um die automatisierte Massenverarbeitung auch für weitere Produktbildkategorien zu ermöglichen (z.B. Elektronikartikel) wird bereits gearbeitet.

Premiere für Breuninger

Seit Bestehen setzt sich Breuninger für einen attraktiven Handel ein und treibt stetig Neuerungen und Modernisierungen voran. Nun hat das Unternehmen erstmalig in ein Startup investiert. Damit unterstützt Breuninger das Gründerteam bei der Weiterentwicklung und Verbreitung einer effizienten Technologiesoftware mit globaler Relevanz für den E-Commerce.

„Mit der Entscheidung, autoRetouch als eigenständiges Unternehmen auszugründen und uns wirtschaftlich an einem Technologie-Startup zu beteiligen, entwickeln wir Breuninger weiter und erschließen neue Themenfelder. Gerade für uns als Multichannel-Retailer sind zukunftsweisende Neuerungen im Bereich E-Commerce essentiell. Diesen Innovationsprozess möchten wir durch unser Engagement bei autoRetouch nachhaltig vorantreiben“, so Breuninger-CEO Holger Blecker.

Idee aus der Data Sciene Abteilung des Unternehmens

autoRetouch ist im Zuge einer Projektarbeit der Data Science Abteilung von Breuninger entstanden. Bei der Bewertung der Projektergebnisse wurde deutlich, dass die automatisierte Bildverarbeitung von Modeproduktbildern ein universelles Wertversprechen hinsichtlich Bearbeitungszeit und Kostensenkung für Unternehmen im E-Commerce Bereich darstellt.

Um dieses enorme Marktpotential optimal zu nutzen, wurde autoRetouch im Januar 2020 als eigenständige GmbH ausgegründet. Heute wird die weltweit erste automatisierte Bildverarbeitungsplattform bereits von zahlreichen Kunden genutzt. autoRetouch beschäftigt mittlerweile 14 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Stuttgart.

Mehr Infos: autoretouch.com

(Copyright Foto: PR/Breuninger)

LIM vor Ort: Firmenbesuch bei der CMBlu AG in Alzenau. High-Tech-Batterien für Strom-Großspeicher & Schnelllade-Infrastruktur

Im Energiesektor und der E-Mobilität steckt großes Wachstumspotenzial. Auch für den Mittelstand entstehen hier neue Geschäftsfelder und neue Jobprofile. Vorreiter im Markt großer stationärer Stromspeicher und der Schnelllade-Infrastruktur für E-Mobilität ist die CMBlu Energy AG in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg/Bayern). Die Firma entwickelt Stromspeicher auf Basis organischer Elektrolyte. In allen Energiebereichen können die Organic-Flow-Batterien eingesetzt werden. Als „Schlüsseltechnologie“ eignen sich die High-Performance-Batterien auch für die Schnellladeinfrastruktur für E-Autos.

LIM-Mitglieder aus BaWü, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz bei CMBlu

Die Vision des Unternehmens mit inzwischen rund 90 Mitarbeitern war Anlass für eine LIM-Delegation, CMBlu zu besuchen und mit dem Gründer und CEO, Dr. Peter Geigle, und Dr. Gerald Heimann, Head of Strategic Business Development, über die Energiewende und Innovationen in der Branche zu sprechen. Angeführt wurde die Gruppe vom neuen LIM-Bundesvorsitzenden Dr. Dorian Hartmuth. Ebenfalls mit dabei: Dr. Thilo Scholpp, der neue LIM-Generalsekretär und Landesvorsitzende BaWü, sowie Victor Piel, Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz, und Wolfgang Oepen aus Rheinland-Pfalz. Dr. Scholpp brachte aus Stuttgart Dipl-Ing. Benedikt Zimmermann mit. Der Ingenieur arbeitet in der Automobilindustrie und beschäftigt sich intensiv mit synthetischen Kraftstoffen. Zu diesem Thema hat er für die FDP Stuttgart schon verschiedene Anträge für Landes- und Bezirksparteitage mitformuliert.

Dezentrale Energiespeicherung: So sieht CMBlu die Zukunft

Politiker lassen sich Zukunftstechnologie zeigen

Dass ein Unternehmen wie CMBlu großes Wachstumpotenzial hat und zudem auf den Standort Deutschland setzt, begeisterte auch Bundes- und Landespolitiker. „Wir sind stolz, dass unserer Einladung die beiden FDP-Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny und Karsten Klein gefolgt sind sowie Helmut Kaltenhauser, MdL aus Bayern“, sagt der LIM-Bundesvorsitzende Dr. Dorian Hartmuth. CMBlu entwickelt großtechnische, stationäre Stomspeicher für alle Bereiche des Energiesystems. Die LIM-Delegation erfuhr, dass die Produkte des Unternehmens sehr vielseitig eingesetzt werden können. Etwa als Quartierspeicher, an Windkraftanlagen (On- und Off-Shore) sowie in Häfen, auf Fähren und Kreuzfahrtschiffen.

Für die gerade vorangetriebene E-Ladestruktur an Tank- und Raststätten, entlang von Fernrouten sowie in urbanen Mobilitäts-Hubs sieht CMBlu vor, dass die Energie in großen Schnellladeparks in den Organic Flow Batterien vorgehalten wird. Die Zuleitung kann über den Tag verteilt über Standardleitungen erfolgen. Große und teure Netzanschlüsse, die nur in Spitzenzeiten erforderlich wären, braucht es deshalb nicht.

Vorteil made in Germany – wir sind hier führend

Dr. Gerald Heimann führte aus, dass bei Organic Flow Batterien alles für Entwicklung und Produktion in Deutschland spricht. Schon heute sie man bei organischen Speichersystemen führend, weil Kernkompetenzen der deutschen Industrie hier ein wichtige Rolle spielen. Konkret: Chemie und chemische Verfahrenstechnik, Anlagenbau und Qualitätsfertigung. Die gesamte Wertschöpfung findet hierzulande und in anderen europäischen Ländern statt. Was ist das Besondere an Organic-Flow-Batterien? Sie basieren auf Flüssigkeiten, nutzen nur organische Materialien, sind nicht brennbar oder giftig, vielseitig verwendbar und haben eine höhe Effizienz. LIM-Generalsekretär Dr. Thilo Scholpp: „Was hervorzuheben ist in Zeiten hoher ökologischer Maßstäbe: die CMBlu-Lösung benötigt keine wertvollen Metalle, seltene Erden oder kritische Rohstoffe!“

Leistung und Kapazität je nach Anwendung skalierbar

Der XTL-Kraftstoff-Experte Benedikt Zimmermann war ebenfalls sehr angetan von Konzept des Mittelständlers aus Alzenau: „Die Lösung von CMBlu könnte eine von vielen nötigen Lösungen im Energiesystem der Zukunft sein. Besonders gegenüber großen stationären Energiespeichern auf Lithium-Basis sind erstmal nur Vorteile zu erkennen – bis auf den Platzbedarf. Vor allem die Skalierbarkeit sowohl von Leistung (über standardisierte Module, die sich beliebig parallel schalten lassen) als auch von der Kapazität (über die Tankgröße) ist interessant.“  Zimmermann schränkt jedoch ein: Aufgrund der sehr geringen Energiedichte sind Organic Flow Batterien keine Lösung für alle Probleme. Gegenüber flüssigen, kohlenwasserstoffbasierten Energieträgern wie zum Beispiel E-Fuels  werde ca. 250 mal so viel Volumen für den gleichen Energiegehalt benötigt. Um Ökostrom zu speichern und über lange Strecken zu transportieren sowie für mobile Anwendungen und als saisonaler Specher gebe es gute Alternativen.

Natur als Vorbild – Kohlenstoff unbegrenzt verfügbar

Nicht umsonst steckt das Wort „organisch“ im Titel. CMBlu bedient sich einer Verfahrensweise aus der Natur: Für die Versorgung mit Energie greift die Natur auf kohlenstoffbasierte organische Moleküle zurück.  Nach diesem Prinzip laufen die Großspeicher mit den Organic-Flow-Batterien. Und weil Kohlenstoff in der Natur unbegrenzt verfügbar ist, sind auch beliebig große Stromspeicher möglich. Am Standort Alzenau läuft die Fertigung deshalb auf vollen Touren, Partner sind führende Industrieunternehmen.

 

 

 

Judith Skudelny (MdB) und Dr. Helmut Kaltenhauser (MdL), Karsten Klein (MdB) und Dr. Thilo Scholpp, LIM-Generalsekretär (v.l.n.r.)

Firmensitz ist in Alzenau, am Rande der Rhein-Main-Metropolregion

Abend-Veranstaltung mit Dr. Helmut Kaltenhauser und Judith Skudelny

Nach dem sehr informativen Besuch bei CMBlu fand am Abend noch eine Veranstaltung zum Thema „Wasserstoff in der Region“ statt. Geladen hatte Dr. Helmut Kaltenhauser,  und der Saal in der Alten Post Alzenau war gut besetzt. Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung will auch Bayern Ideen in diesem Zukunftsfeld umsetzen. Dr. Kaltenhauser führte in das Thema ein und begrüßte es, dass die FDP-Kreistagsfraktion in Aschaffenburg mit einem Antrag zur Errichtung einer Wasserstofftankstelle eine erste lokale Initiative gestartet hat.

Welche Möglichkeiten zur Nutzung von Wasserstoff gibt es? Wie kann Wasserstoff zur Senkung der Emissionen beitragen? Und wie steht es um die Zukunft von Verbrenner-Autos auf unseren Straßen? Hierzu hielt Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, ein Impulsreferat und diskutierte mit dem interessierten Publikum.

Weiter Infos unter www.cmblu.de

Image-Film: https: www.youtube.com/watch?v=kc8bmQHXySU

Funktionsprinzip der Organic-Flow-Batterien

 

Weltweiter Wachstumsmarkt für große Energiespeicher

(Copyight Fotos: LIM BaWü/CMBlue Energy AG)