Was haben rote Haare mit der Integration von Fachkräften zu tun?

DER 3. LIBERALE MITTELSTANDSTREFF

Es gibt deutlich weniger Menschen mit natur-roten Haaren als z.B. blonde Menschen. So wird es in naher Zukunft auch mit den Fachkräften sein. Bedingt unter anderem durch die demografische Entwicklung in Deutschland werden Fachkräfte bald so rar sein, wie Menschen mit „echten“ roten Haaren.

Der 3. Liberale Mittelstandstreff fand am 7. Februar im Restaurant Plenum in Stuttgart statt. Alle Teilnehmer, darunter Jürgen Keck und Gabriele Reich-Gutjahr (beide MdL) sowie interessierte Unternehmer lauschten Chris Pyak und beteiligten sich rege an der Diskussion.

Chris Pyak hat als Journalist in fünf verschiedenen Ländern gearbeitet und berät Unternehmen bei der Anwerbung und Integration internationaler Fachkräfte. Seine Erfahrung zeigt, dass 80% der qualifizierten Bewerber Stellen bei bekannten Unternehmen (Brand Names) oder in Großstädten bevorzugen. Für unbekannte und mittelständische Unternehmen oder Unternehmen im ländlichen Raum wird der wachsende Fachkräftemangel eine zunehmende Herausforderung. Fehlende Fachkräfte bedeutet, dass sich Unternehmen neu orientieren müssen. Eine mögliche Abwanderung oder Schließung von Betrieben bedeutet den Wegfall von Arbeitsplätzen, bedeutet den Wegfall von Beitragszahlern in die Rentenversicherung sowie Krankenversicherung und damit auch eine Gefahr für das gesamte System.

Seine Empfehlung für Unternehmer: Werden Sie sich bewusst, dass bisher bewährte Stellenanzeigen viel Geld kosten und je nachdem, wen Sie suchen, kaum oder keine Erfolge mehr bringen werden. Schreiben Sie konkrete Anforderungsprofile, überlegen Sie, welche Eigenschaften und Qualifikationen sind wirklich wichtig für ein Vorankommen Ihres Unternehmens und gehen Sie neue Wege bei der Personalakquisition.