Wirtschaftsministerium gibt Geld für Projekt „Krisenberatung Corona“. Ab 11. Mai neuer Service für betroffene KMU im Lande

Ab 11.Mai 2020 können sich kleine und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg kostenlos von kompetenten Organisationen wie zum Beispiel RKW oder DEHOGA branchenspezifisch beraten lassen. Finanziert wird das sogenannte Programm „Krisenberatung Corona“ komplett aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums. Rund zwei Millionen Euro wurden hierfür freigegeben.

Auch Selbstständige und Freiberufler werden angesprochen

Zum Hintergrund: Es handelt sich um eine Unterstützungsmaßnahme für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe in Baden-Württemberg, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. „Die Unternehmen im Land haben massive Umsatzeinbrüche durch wegfallende Aufträge oder Unterbrechungen in der Lieferkette. Sie brauchen jetzt kurzfristig Hilfestellung, wie sie die Krise bestmöglich überstehen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) anlässlich des Ministerratsbeschlusses in Stuttgart Ende April 2020. „Unsere Krisenberatung soll dazu beitragen, Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten zu können.“

Vier Beratungstage kostenlos

Viele Unternehmen stünden vor der Herausforderung, Mitarbeiter und Betriebskosten weiter bezahlen zu müssen, während sie kaum noch Einnahmen hätten, so die Ministerin. „In vielen Fällen ist der Fortbestand der Betriebe gefährdet. Deshalb ist es das Ziel der kostenlosen ‚Krisenberatung Corona‘, die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln.“ Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen.

Handelsverband HBW/UBH mit dabei

Die „Krisenberatung Corona“ startet am 11. Mai 2020. Sie soll durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH) erfolgen. „Mit diesen Dienstleistern haben die Unternehmen qualifizierte Partner an ihrer Seite, die alle Wirtschaftsbereiche abdecken können“, betonte Hoffmeister-Kraut. Im Fokus stehen KMU aus Industrie, Handwerk, Handel, Gastgewerbe sowie sonstige Dienstleistungen.